Das Speedmeeting 2006 verlief bei weitem nicht so problemlos wie in den Jahren davor. Nachdem ein Exekutivbeamter eine schriftliche Beschwerde über unser heißgeliebtes Fest bei der BH Kirchdorf einreichte, kam es zu einer neuerlichen Verhandlung mit Lokalaugenschein und allem "Drum und Dran". Es wurde uns ein bis 2005 gültiger Bescheid gestrichen und wir erhielten noch mehr Auflagen als zuvor! Trotzdem stellten wir uns der Herausforderung diese Veranstaltung am Leben zu erhalten. Der nächste Dämpfer betraf Roland, den Obmann. Er wurde am 4. 8. ins Spital Kirchdorf eingeliefert. Nach ersten Diagnosen war kein Denken an seine Anwesenheit beim Fest. Die restlichen Mitglieder ließen sich aber dennoch nicht erschüttern. Nach dem Motto: "Jetzt erst recht!" wurden die zusätzlichen Aufgaben untereinander aufgeteilt und termingerecht erledigt. Wie es unser "Chef" dann doch noch geschafft hat, vom Krankenhausbett zu flüchten, bleibt sein Geheimnis; auf jeden Fall war er ab Donnerstag Abend vor Ort.
Am Samstag kam dann der Regen und zwang uns das Rennen auf Sonntag zu verschieben. Einige wenige Hartgesottene ließen sich die Stimmung nicht vermiesen und feierten was das Zeug hielt. Dank an "The Alcoholic Church Vienna" die „Sliders“ und all die anderen tapfer ausharrenden Gäste! Ein kurzfristig herbeigeschaffter Trial-Jeep brachte Spaß am Stoppelfeld nebenan und endete mit einem überschlagendem Erfolg. Da um 23 Uhr nur mehr ca. 40 Gäste anwesend waren, ließen wir die Mitternachtseinlage ausfallen und gaben statt dessen ein paar Freigetränke aus.
Aufgrund der behördlichen Auflagen war aber bald Schluss mit der Party. Der Sonntag begann mit unterschiedlichen Gefühlen. Von "Ja, es wird!" über "Na, ich weiß nicht..." bis zu "Ich muss gestern ZU WENIG getrunken haben, denn ich habe heute noch sooooo einen Durst!" war alles da. Nachdem die Strecke von der Feuerwehr gesäubert war, konnte das Rennen gestartet werden. Wie im Vorjahr sorgte Engelbert Woldrich mit einer Zeit von 8, 06 im 3. Lauf für das erste Highlight. Unserem Obmann konnte man den vorzeitig abgebrochenen Krankenhausaufenthalt noch mehr als deutlich ansehen. Das hinderte ihn aber nicht daran, gleich beim ersten Lauf mit 8,03 zu kontern. Das diese Zeit kein Zufall war, untermauerte er mit den sofort darauf folgenden Zeiten 7,88; 7,87; und 7,95. Mayr Franz lief mit seiner R1 konstant gegen die 8,06 von Woldrich an, blieb aber immer mindestens ein Hundertstel darüber.
Somit schienen die Pokale für den Tagessieg geklärt, als am Spätnachmittag, kurz vor Schluss, Klausner Christof eine Zeit von 7,95 auf den Asphalt knallte. In den anderen Klassen sah man "die üblichen Verdächtigen" auf den Podesten stehen. Tagsüber gab es zwei Momente, die für Aufsehen sorgten: Ein Fahrer verschrottete durch einen bis Dato nicht erklärbaren Fahrfehler seine Duc im Wald. Zum Glück blieb er unverletzt und kam mit dem Schrecken davon. Riesenglück hatte auch unsere Racing-Monika, die treueste Teilnehmerin in der Geschichte des Speedmeetings. Ihr riss die Antriebskette, flog nach hinten weg und verursachte, bis auf ein paar kleine Kratzer, keinen Schaden. Bilder dazu gibt's auf ihrer Homepage. Nach der Siegerehrung saß man noch bei Speis und Trank zusammen und ließ das Speedmeeting 2006 ausklingen.





